PCIe-VoIP-Karte
Treiberlose modulare PCIe-VoIP-Karte
Dieselben Module wie die Gateways, im Server statt daneben — und kein Treiber, der beim nächsten Kernel bricht.
Telefoniekarten bedeuteten früher ein Kernelmodul, und ein Kernelmodul bedeutet, dass jemand es bei jedem Distributionssprung neu baut. Die beroNet-PCIe-Karte umgeht das vollständig: Das Wirtssystem sieht überhaupt keine Telefoniekarte, sondern eine Realtek-Netzwerkschnittstelle. Alles darüber ist SIP, genau wie bei einem Gateway am anderen Ende eines Patchkabels.
Das macht die Karte überall dort interessant, wo die Telefonie in der Maschine sitzen muss statt daneben — bei Appliances von Anlagen- und Faxserver-Herstellern, bei Unified-Communications-Boxen, bei Hybridsystemen, die als ein Produkt ausgeliefert werden. Der Schnittstellenmix ist derselbe modulare wie bei den Gateways: bis zu zwei Zusatzmodule je Karte für BRI, PRI, FXS, FXO oder die Hybridkombination.
Wo Audio nicht angefasst werden darf — Fax, Modems, ISDN-Datendienste — lassen sich zwei Karten oder Karte und Gateway über den PCM-Bus verbinden. Das Audio läuft dann in Hardware hinüber, ohne Codec im Weg. Das ist der Unterschied zwischen einem Fax, das ankommt, und einem, das nicht ankommt.
Zwei Basiskarten legen die Kapazität fest: BF400e bewältigt bis zu 16 gleichzeitige Kanäle, BF1600e bis zu 64. Beide haben zwei Modulsteckplätze; die Standardkonfigurationen liefern schlicht einen davon bereits bestückt aus.
Funktionen
- Weder Treiber noch API nötig: Das System sieht eine Realtek-Netzwerkkarte, und die Karte spricht SIP
- Bis zu zwei Zusatzmodule je Karte, aus demselben Sortiment für BRI, PRI, FXS, FXO und Hybrid wie bei den Gateways
- PCM-Bus-Verbindung zwischen zwei Karten oder Karte und Gateway für transparentes Hardware-Bridging
- Geeignet für Fax-, Unified-Communications- und Telefonanlagen-Appliances von OEM-Herstellern
- Verwaltung über dieselbe beroNet-OS-Weboberfläche und beroCloud wie die eigenständigen Geräte
Technische Daten
| Bus | PCI Express 1.1 konform (Realtek 8111C); PCI-2.2-Variante mit 3,3 V (Realtek 8139CL), 5-V-Slot-kompatibel |
|---|---|
| Modulsteckplätze | zwei je Karte; Module für BRI, PRI, FXS, FXO und Hybrid |
| Kanäle | BF400e bis 16 gleichzeitige Kanäle, BF1600e bis 64 |
| Sprache | G.711 a/u auf bis zu 128 Kanälen; G.723.1 mit Annex A, G.729 a/b und G.726 auf bis zu 32; Echokompensation G.168/G.165 bis 128 ms |
| Fax | T.38-Faxrelais (V.27, V.29 und V.17) |
| Signalisierung | SIP User Agent nach RFC 3261 über UDP oder TCP, optional TLS 1.2 |
| Bridging | TDM-Bridging zwischen zwei beroNet-Geräten über den PCM-Bus, 8,192 kbit/s |
| Konformität | CE nach EN 55022, EN 55024 und EN 60950 |
Modelle und Konfigurationen
| SKU | PCIe-VoIP-Karte | Gleichzeitige Sessions | PSTN-Kanäle | |
|---|---|---|---|---|
BF400e | Basiskarte, zwei freie Modulsteckplätze | — | 16 | |
BF1600e | Basiskarte, zwei freie Modulsteckplätze | — | 64 | |
BF4002S02FXSe | Zwei BRI und zwei FXS, ein Steckplatz frei | — | 16 | |
BF4004S0e | Vier BRI, ein Steckplatz frei | — | 16 | |
BF16001E1e | Ein PRI (E1), ein Steckplatz frei | — | 64 | |
BF4004FXOe | Vier FXO, ein Steckplatz frei | — | 16 | |
BF400FXSe | Vier FXS, ein Steckplatz frei | — | 16 |