uCPE
Telephony Appliance (uCPE) mit Hypervisor
Der Filialserver, der zugleich das Gateway ist: Anlage und Router als VMs, Telefonieports im selben Gehäuse.
Eine Filiale mit eigener Telefonanlage endet meist bei zwei Geräten: einem kleinen Server für die Anlagensoftware und einem Gateway für das, was aus der Wand kommt. Zwei Netzteile, zwei Firmware-Wege, zwei Dinge, die man am Telefon erklären muss, wenn etwas klemmt. Die uCPE fasst das in ein Gehäuse zusammen.
Die Appliance ist ein x86-Rechner mit dem beroNet Hypervisor, einem Typ-1-Hypervisor auf Xen-Basis. Die Telefonanlage läuft als virtuelle Maschine, daneben bei Bedarf ein Router, eine Firewall oder ein CRM-System. Gängige IP-Anlagen lassen sich über den beroNet Market direkt aus der Weboberfläche installieren — der übliche Umweg über Installationsmedium und Monitor im Technikschrank entfällt.
Die Hybridmodelle tragen die Telefonieschnittstellen auf derselben Platine: BRI, PRI, FXS oder FXO, mit demselben Gateway-Verhalten unter beroNet OS wie ein eigenständiges Gerät. Genau das macht die Appliance für die All-IP-Migration interessant — die Anlage zieht in eine VM, während die vorhandene ISDN-Leitung oder das analoge Fax am selben Gerät angeschlossen bleibt. Aus der Migration wird eine Konfigurationsänderung statt einer Anfahrt.
Sie ist leise und hat keine bewegten Teile. Lüfterlos, unter 20 Watt, keine drehenden Datenträger, in einem Aluminiumgehäuse, das sich im Technikraum auch ohne Rack an die Wand schrauben lässt. Über die Registrierung in beroCloud lassen sich VMs und Gateway von dort überwachen und aktualisieren, wo der Administrator gerade sitzt.
Funktionen
- beroNet Hypervisor auf Xen-Basis, ein Typ-1-Hypervisor — die VMs laufen auf der Hardware, nicht auf einem Wirtsbetriebssystem
- Betreibt jede IP-Telefonanlage als virtuelle Maschine; der beroNet Market installiert gängige Systeme direkt aus der Weboberfläche
- Hybridmodelle tragen die Gateway-Ports an Bord — eine Filiale braucht ein Gerät statt Server plus Gateway
- Registrierung in beroCloud: VM-Status, Backup-Zeitplan und Updates von überall
- Lüfterlos, unter 20 W, ausgelegt für Dauerbetrieb in einem Raum ohne Rack
Technische Daten
| Prozessor | Intel Celeron N2940 Quadcore, 1,83 GHz Basis und 2,25 GHz Burst, 2 MB L2-Cache, 7,5 W TDP |
|---|---|
| Speicher | 8 GB DDR3, 128 GB mSATA-SSD, erweiterbar |
| Virtualisierung | VT-x und VT-x mit EPT; beroNet Hypervisor (Xen) mit automatischem Backup-Zeitplaner |
| Netzwerk | zwei 1-GbE-Schnittstellen |
| Anschlüsse | 2x USB 3.0, 1x HDMI, 1x VGA |
| Telefonie | Hybridmodelle mit BRI, PRI, FXS oder FXO an Bord; BNTA18-VO ist reines VoIP |
| Strom und Maße | 12 V, unter 20 W, lüfterloses Aluminiumgehäuse, 340 x 255 x 42 mm, 1 HE oder Wandmontage |
| Umgebung | Betrieb 0 bis 70 °C, Lagerung -20 bis 70 °C, Luftfeuchte bis 90 %, nicht kondensierend |
Modelle und Konfigurationen
| SKU | uCPE | Gleichzeitige Sessions | PSTN-Kanäle | |
|---|---|---|---|---|
BNTA18-VO | VoIP only, ohne Gateway-Ports | — | — | Im Shop ansehen |
BNUCPE-M-4XO4XS | Vier FXO und vier FXS | — | 8 | Im Shop ansehen |
BNUCPE-M-2HY | Zwei BRI und zwei FXS | — | 6 | Im Shop ansehen |
BNUCPE-M-4BRI | Vier BRI | — | 8 | Im Shop ansehen |
BNUCPE-M-4FXS | Vier FXS | — | 4 | Im Shop ansehen |
BNUCPE-M-4FXO | Vier FXO | — | 4 | Im Shop ansehen |
BNUCPE-L-1PRI | Ein PRI (E1) | — | 30 | Im Shop ansehen |
BNUCPE-L-2PRI | Zwei PRI (E1) | — | 60 | Im Shop ansehen |