Klassische TK-Anlage an einen SIP-Trunk anbinden
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Eine klassische TK-Anlage — etwa eine Alcatel OXO oder OXE — an einen SIP-Trunk zu hängen, bringt dem Unternehmen die Tarife und die Beweglichkeit von VoIP, ohne die Anlage und die Gewohnheiten der Nutzer anzutasten. Dasselbe Gateway ist später das Sprungbrett für eine schrittweise Migration auf eine IP-Anlage.
Das Prinzip ist bei jedem Anbieter gleich. beroNet OS bringt Provider-Vorlagen für die getesteten Trunks mit; sie stehen unter Provider-Partner.
Vor der Bestellung muss eine Sache klar sein: wie die Anlage angeschlossen ist — ISDN (S0 oder S2M) oder analog. Daraus ergibt sich, ob der Standort ein ISDN-Gateway oder ein Analog-Gateway braucht. Die Konfiguration läuft dann in drei Schritten.
1. Die physischen Ports
Im Hardware-Bereich werden die Ports auf NT-Modus gestellt: Das Gateway übernimmt die Rolle, die vorher der Provider hatte, und die Anlage sieht sich weiterhin als TE — genau wie bisher. Anschließend werden die Ports auf der PSTN-Seite zu einer Portgruppe zusammengefasst, die der Dialplan später adressiert.
Bei beroNet-Gateways ist TE oder NT eine Softwareeinstellung, inklusive Pin-Tausch und 100-Ohm-Abschluss. Das ist der Unterschied zwischen einem Browser-Tab und einem zweiten Vor-Ort-Termin, wenn ein Gebäude andersherum verkabelt ist als der Plan sagt.
2. Der SIP-Trunk
Im SIP-Bereich wird der Trunk des Providers eingetragen. Die Provider-Vorlagen in beroNet OS füllen Registrierungsparameter, Domain und die bekannten Eigenheiten vor, statt sie raten zu lassen.
Ein Punkt, der meistens positiv überrascht: Gespräche zwischen den ISDN- oder Analog-Ports und SIP verbrauchen keine Session-Lizenz. Lizenziert wird nur SIP-zu-SIP-Verkehr.
3. Der Dialplan
Der Dialplan verbindet beide Welten und ist der knifflige Teil. Hier werden auch die Rufnummernlängen angepasst: Eine OXO erwartet oft nur vier oder sechs Stellen, während das Gateway vom Provider neun oder zehn bekommt. Zur Anlage hin wird gekürzt, zum Provider hin ergänzt — und zwar in beide Richtungen.
Syntax und Matching-Logik stehen im beroNet-Wiki.
Solange die Umstellung von einem Markt zum nächsten läuft, bleibt das die häufigste Installation überhaupt: Die Leitung wird IP, die Anlage bleibt, das Gateway fängt den Unterschied ab. Die übrigen typischen Ausgangslagen stehen unter Lösungen.