beroNet

Von einer Avaya-Anlage zu 3CX migrieren

Veröffentlicht

Als der Wartungsvertrag für die Avaya-Anlage auslief, brauchte Zehnder einen Ersatz auf offenen Standards: etwas, das das Unternehmen von einem einzelnen Hersteller unabhängig macht, die laufenden Kosten senkt und flexibel bleibt. Bei über 500 Mitarbeitern und mehr als 2.000 abgehenden Gesprächen am Tag ist die Telefonanlage eine Lebensader. Eine weitere proprietäre Anlage kam nicht infrage, sobald Anschaffung, Verlängerungen und Betriebskosten zusammengerechnet waren.

Die Entscheidung

Zehnder entschied sich für die 3CX-Telefonanlage zusammen mit beroNet-Gateways. 3CX senkte die Betriebskosten durch einfachere Administration und die Freiheit, Standard-SIP-Telefone zu kaufen, und fügte sich in die vorhandene Windows-Infrastruktur ein. Die Gateways wurden wegen ihres modularen Aufbaus gewählt, wegen der Kompatibilität mit 3CX und weil sie ohne Treiber auskommen — Echokompensation und Fax-Unterstützung stecken im Gerät. Ein beroNet-Failover-Switch machte daraus eine vollständige Redundanzlösung im eigenen Haus.

Indem wir das Gateway vor unsere proprietäre Anlage gesetzt haben, konnten wir sanft auf 3CX migrieren. Es hat sich vom ersten Tag an als robustes, trägertaugliches System erwiesen und bis zu 5.000 Gespräche am Tag getragen — intern, ankommend und abgehend. Besonders gefreut hat mich, dass wir unser gewohntes Windows-Faxsystem einfach über die beroNet-CAPI-Lösung weiter nutzen konnten.

— Ercan Yapalak, IT-Abteilung, Zehnder

Sanfte Migration statt Umschaltnacht

Im Januar 2010 stand die Testinfrastruktur. Zehnder betrieb die neue 3CX-Anlage und die vorhandene Avaya-Anlage parallel — damit war die alte Anlage ihr eigener Rückfall. Dreißig Nutzer aus Vertrieb, Außendienst und Produktion zogen zuerst um, alle anderen blieben zunächst, wo sie waren. 3CX, Avaya und die externen PRI-Leitungen trafen sich in einem einzigen beroNet-Gateway mit drei E1-Ports, sodass außerhalb der Pilotgruppe niemand merkte, dass sich etwas geändert hatte.

Das ist der übertragbare Teil dieses Projekts. Ein Gateway macht eine Migration schrittweise: Beide Anlagen behalten ihre Nebenstellen, Gespräche zwischen ihnen laufen über das Gateway, und Abteilungen ziehen um, wenn sie so weit sind, statt an einem einzigen Abend.

Redundanz

Telefonie ist bei Zehnder geschäftskritisch, also wurde die Installation mit zwei Gateways und einem Failover-Switch aufgebaut. Wartung an einem Gerät ist möglich, während das andere den Verkehr trägt. Seit dem ersten Testtag tragen die Gateways die volle Last: Jedes Gespräch läuft über sie, bevor es entweder an die Avaya-Anlage oder an 3CX übergeben wird — interne Gespräche zwischen beiden Systemen eingeschlossen.

Fax

Sechzehn analoge Faxgeräte wurden über zwei FXS-Gateways mit je acht Ports angebunden, die das Fax per SIP mit T.38 an die E1-Gateways weiterreichen. Die vorhandene Softfax-Lösung lief über beroCAPI weiter, sodass die Mitarbeiter genau wie zuvor vom Arbeitsplatz aus faxten.

Danach

Das Projekt hatte Anlaufschwierigkeiten, die meisten davon von der alternden Avaya-Anlage.

Große Infrastrukturprojekte haben oft Anlaufprobleme. Dann zählt, wie schnell ein Hersteller reagiert. 3CX und beroNet haben alle unsere Fragen schnell und kompetent beantwortet.

— Ercan Yapalak, IT-Abteilung, Zehnder

Die Hardware in diesem Projekt war die berofix-Generation. Das heutige Gegenstück ist die eSBC-Plattform: dieselbe modulare Idee, mit PRI- und BRI-Modulen oder Analog-Modulen, Fernwartung über beroCloud und demselben Failover-Switch vor der Leitung. Gespräche zwischen ISDN und SIP brauchen keine Session-Lizenz; lizenziert wird nur SIP-zu-SIP-Verkehr.